Brandbekämpfung oder Führungsaufgaben: Wie verbringen Sie Ihre Tage?

"Die Welt, die wir geschaffen haben, ist ein Produkt unseres Denkens; sie kann nicht verändert werden, ohne dass wir unser Denken ändern."

-Albert Einstein

Als bei einem Erdbeben die Stromversorgung des Kernkraftwerks Fukushima ausfiel, schalteten sich schnell Dieselgeneratoren ein und verhinderten eine Katastrophe - bis der Tsunami die Generatoren überflutete. Die tragische Verwundbarkeit des Kraftwerks lässt sich auf einige schlechte Entscheidungen in Bezug auf Standorte und Abdichtungen zurückführen. Schlampiges Denken und schlechte Entscheidungen haben zwar selten solch katastrophale Folgen, sind aber in vielen Unternehmen beunruhigend offensichtlich.

Bei Kepner-Tregoe hören wir immer wieder die Behauptung: "Wir haben keine Zeit, um Probleme in einer angemessenen, strukturierten Weise anzugehen." Für diejenigen, die mit einem Rückstand an überfälliger Arbeit, ehrgeizigen Fristen und dem Wunsch konfrontiert sind, alles am Laufen zu halten, ist Schnelligkeit der Schlüssel. Wenn Probleme jedoch nur teilweise oder oberflächlich angegangen werden, treten sie immer wieder auf und es entstehen neue Probleme, die eine Abwärtsspirale in Gang setzen, die zunehmend Kapazitäten absorbiert und die Organisation stranguliert.

Das Verhalten zur Brandbekämpfung ist in der Regel das Ergebnis des von der Geschäftsleitung wahrgenommenen Drucks, Probleme schnell zu lösen. Wenn es mehr Probleme gibt, als die Problemlöser angehen können, herrscht ein Zustand der Dringlichkeit und die Problemlösung verkommt zu einer reinen Symptombekämpfung. Noch bevor das erste Problem gelöst ist, schreit das nächste nach Aufmerksamkeit, und die Führungskräfte werden zunehmend in die Brandbekämpfung verwickelt.

Verbringen Sie zu viel Zeit mit Brandbekämpfung und zu wenig mit Planung, Management und Führung? Um aus der Abwärtsspirale der Brandbekämpfung auszubrechen, brauchen Sie einen klaren Kopf. Dafür gibt es drei Voraussetzungen: Zeit, Aufmerksamkeit und Struktur.

ZEIT
Die erste Priorität besteht darin, den Dingen, die erledigt werden müssen, ausreichend Zeit zu widmen, damit sie auch richtig erledigt werden. Wie man so schön sagt: Der Teufel steckt im Detail.

ACHTUNG
Die zweite Voraussetzung ist, dass wir dem, was wir tun, mehr bewusste Aufmerksamkeit schenken. Unserem bewussten Verstand kommt die wichtige Aufgabe zu, unsere intuitiven Impulse zu zügeln und sie gegebenenfalls zu korrigieren. Nur unser bewusster Verstand ist in der Lage, mit Mehrdeutigkeit, Unsicherheit und Zweifeln umzugehen und die Qualität der verfügbaren Informationen kritisch zu bewerten. Die Herausforderung besteht darin, nicht auf dem "OK-Plateau" zu landen, wo die Menschen das Gefühl haben, "gut genug" zu sein und "die Dinge durchzuziehen".

STRUKTUR
Die dritte Voraussetzung besteht darin, dem Denken eine Struktur zu geben. Die Strategie, die wir bei den Menschen beobachten, ist oft ad hoc und von Intuition geprägt. Es fehlt an echter Struktur und Kohärenz in der Art und Weise, wie die Dinge angegangen werden (das Wie), und die meiste Aufmerksamkeit wird dem Inhalt gewidmet (das Was). Es geht jedoch nicht darum, was man weiß, sondern was man mit dem, was man weiß, macht.

Mit Zeit, Aufmerksamkeit und Struktur kann eine Kultur der Brandbekämpfung verändert und eine klar denkende Organisation geschaffen werden. Dies erfordert eine starke Führung und die Bereitschaft, gegen den Strom zu schwimmen.

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Ja, wir brauchen Feuerwehrleute, aber Brandverhinderer sind besser
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Proaktive Problemlösung und Schaffung von Nicht-Ereignissen
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Abbildung des Weges der Support-Organisationen zum proaktiven Problemmanagement
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Problem-Management. Wann soll man anfangen?

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