Bye-Bye Boomers: Umgang mit dem Generationswechsel am Arbeitsplatz

Was nehmen die geburtenstarken Jahrgänge mit, wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden? Jahrelange Erfahrung und Wissen.

Während Millennials (25- bis 34-Jährige) im Durchschnitt nur drei Jahre bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber beschäftigt sind, sind es bei den Boomern (50- bis 64-Jährige) im Durchschnitt über zehn Jahre, wie aus den im September 2014 veröffentlichten Statistiken des US-Arbeitsministeriums hervorgeht.

Die drohende Abwanderung dieser gut ausgebildeten Arbeitskräfte wird von etwa einem Drittel der Personalverantwortlichen, die an einer Umfrage der Society for Human Resource Management im Jahr 2014 teilgenommen haben, als "Problem oder Krise" angesehen. Besonders betroffen sind Positionen, die einen höheren Abschluss erfordern, sowie ganze Branchen. Während frisches Blut und junge Arbeitskräfte billigere Arbeitskräfte, Vitalität und neue Ideen mit sich bringen, kämpfen einige Branchen bereits darum, die Wissenslücke zu schließen, insbesondere das Gesundheitswesen, der Bergbau, die Öl- und Gasindustrie, das Versicherungswesen, die Regierung und die Fertigungsindustrie. Infolgedessen finden Arbeitnehmer, die in den Ruhestand gehen, zunehmend Voll- oder Teilzeitarbeit in den Branchen, die sie verlassen haben, da die Arbeitgeber versuchen, die Lücke zu füllen.

Aus der Sicht von Kepner-Tregoe besteht ein überfälliger erster Schritt zur Bewältigung dieser Herausforderung in der Frage, was eigentlich los ist... Die Durchführung einer unternehmensweiten Situationsanalyse mit Teams von Mitarbeitern aus verschiedenen Generationen ist eine Möglichkeit, die geschäftlichen Probleme im Zusammenhang mit der Verrentung zu ermitteln und zu bestimmen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Durch die Trennung und Klärung der Probleme können die Teams nicht nur die Bedenken vollständig identifizieren, sondern auch ihre relative Bedeutung für das Unternehmen anhand von Richtlinien, die in Unternehmensstrategien, Geschäfts- und Betriebsplänen sowie Finanzdaten enthalten sind, abwägen.

Gemeinsame, systematische Prozesse zur Sichtbarmachung des Denkens können in Unternehmen wichtige Aktivitäten wie Problemlösung, Entscheidungsfindung, Risikomanagement, Chancenentwicklung und Projektmanagement verändern. Jeder Prozess sollte wiederholbar, klar und konsistent sein und gleichzeitig die Erfahrung aller Teilnehmer einbeziehen - nicht nur derjenigen, die über vermeintliches Fachwissen verfügen und den Bereich beherrschen. Ein offener Gedankenaustausch in verschiedenen Teams von Problemlösern, Planern und Entscheidungsträgern kann den Übergang erleichtern, wenn ältere Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Durch den Aufbau einer starken Arbeitsbeziehung zwischen der neuen und der alten Generation von Arbeitnehmern hat diese Wachablösung das Potenzial, mehr zu bewirken als nur eine Lücke zu schließen. In der heutigen globalen Wirtschaft und einer vielfältigen Belegschaft ist eine gemeinsame Basis erforderlich. Systematische, rationale und sichtbare Ansätze für den Austausch von Ideen und die Behandlung wichtiger geschäftlicher Fragen sind die Antwort auf technische, kulturelle und andere Arten des Wandels, die über die heutigen Herausforderungen der Generationen hinausgehen.

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