Unternehmen haben im letzten Jahrzehnt Millionen, wenn nicht Milliarden von Dollar in Programme zur kontinuierlichen Verbesserung investiert, mit dem Ziel, Verschwendung und letztlich Kosten aus ihren Abläufen zu eliminieren. Doch mangels Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung verschwenden sie am Ende oft erhebliche Ressourcen für die kontinuierliche Verbesserung, was die Philosophie und die Absicht dieser Programme untergräbt.
Ein zentrales Problem, das wir heute in vielen Unternehmen beobachten, besteht darin, dass sich ihre Programme zur kontinuierlichen Verbesserung zunehmend von der Unternehmensstrategie entkoppelt haben und zu eigenständigen Einheiten geworden sind, die sich primär auf Effizienz und Kosten konzentrieren. Sie sind daher viel stärker auf den operativen Kontext fokussiert – „die Dinge richtig tun“ (besser) – als auf den strategischen Kontext – „die richtigen Dinge tun“ –, was bedeutet, Lösungen für Anliegen im Zusammenhang mit Produkten und Märkten zu finden.
Führungskräfte werden daran gemessen, wie effektiv die Strategie ihres Unternehmens umgesetzt wird. Und obwohl die gesteigerten Gewinne, die aus einer effektiven Implementierung kontinuierlicher Verbesserungen resultieren, begrüßt werden, gelingt es einem Unternehmen nur selten, sich allein durch Einsparungen zu Wachstum und Erfolg zu führen, ohne gleichzeitig seine Fähigkeiten zur Innovation und Expansion zu stärken.
Um operative Initiativen mit den strategischen Zielen in Einklang zu bringen, muss die kontinuierliche Verbesserung gezielt in Bereichen eingesetzt werden, die als strategisch wichtig erachtet werden. Dies ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie.
Kontinuierliche Verbesserung nach dem Einheitsprinzip passt nicht für alle Bereiche der Organisation. Die Art täglicher Disziplin, die in einer Fertigungsumgebung erforderlich ist, kann in F&E unnötig oder sogar schädlich sein. Es steht außer Frage, dass Disziplin in der Produkt- und Serviceentwicklung wichtig ist – jedoch nicht in einem Ausmaß, das Kreativität entmutigt oder erstickt, die für die Organisation eine Quelle von Wettbewerbsvorteilen ist.