Der Kunde
CSR Limited (CSR) ist eines der führenden Fertigungsunternehmen Australiens mit Niederlassungen in Australien, Neuseeland und Asien. Der Jahresumsatz von CSR liegt bei über 3 Mrd. AUD. CSR Building Products fertigt und liefert Gipskartonplatten, Faserzement, Platten, Glaswolledämmung, Steinwolledämmung, Ziegel und Pflastersteine, Dachziegel aus Beton und Terrakotta, Porenbetonprodukte und andere Erzeugnisse. CSR vertraut auf die Prozesse von Kepner-Tregoe (KT), um eine gemeinsame Sprache für die Problemlösung zu schaffen, die jeder unabhängig von Kultur und Sprache akzeptieren und verstehen kann. Die KT-Prozesse werden täglich angewendet, sind in die Strategieplanung und die Bewertung der Geschäftsaussichten eingeflossen und werden für wichtige Entscheidungen und Probleme genutzt. Die drei Programmleiter von CSR lehren und unterstützen die Anwendung der KT-Prozesse, und über 100 Mitarbeiter wurden in KT Problemlösung & Entscheidungsfindung geschult.
Herausforderung
Als das Management von CSR den KT-Prozess der Situationsanalyse nutzte, um Prioritäten für Themen in China zu setzen, identifizierten sie die Verlagerung des Steinwollewerks in Dongguan als oberste Priorität. Angesichts eines von der lokalen Regierung initiierten Entwicklungsprojekts musste CSR ein Grundstück für das Werk auswählen. Diese Entscheidung wurde durch Stakeholder mit unterschiedlichen Zielsetzungen erschwert, darunter:
- Berücksichtigung der Entschädigung durch die lokale Regierung für die Zwangsumsiedlung
- Unterbringung des Baus eines neuen Plattenwerks
- Diese Entscheidung unabhängig von etwaigen Steinwolle-Themen treffen
- Standort der neuen Steinwolleproduktion in der Nähe des Plattenwerks
Vorgehen
Das CSR-Management aus Australien und Asien wandte sich nun der KT-Entscheidungsanalyse (DA) zu, um die Frage der Grundstücksauswahl zu klären. Der Prozess half ihnen dabei, die mit den drei „Rs“ – Results (Ergebnisse), Resources (Ressourcen) und Regulations (Vorschriften) – verbundenen Ziele klar zu umreißen. Dies ermöglichte es dem Management, Zeit und Mühe darauf zu verwenden, zu debattieren, welche Ziele „Musts“ (Muss-Kriterien) oder „Wants“ (Wunsch-Kriterien) waren, und anschließend die Bedeutung der Wunsch-Kriterien zu gewichten. Sobald dies geschehen war, konnten die Entscheidungsträger aus den Bereichen Vertrieb, Betrieb und Finanzdienstleistungen die Auswahl problemlos eingrenzen. Bereichsleiter, die in der Vergangenheit dazu neigten, wichtige Entscheidungen zu vermeiden, waren nun zuversichtlicher und bereit, sich zu beteiligen. Die DA hat ihnen geholfen, ihr Denken logischer und strukturierter zu artikulieren und die mit einer Entscheidung verbundenen Risiken zu verstehen.
Ergebnisse
Die Entscheidung für den Grundstückskauf wird sich auf die künftigen Betriebskosten auswirken, die mit dem Standort des neuen Werks verbunden sind, und die unmittelbaren finanziellen Ergebnisse lassen sich nicht einfach quantifizieren. Die potenziellen Auswirkungen einer Verzögerung waren jedoch enorm. Die KT-Situationsanalyse fokussierte das Management auf die Notwendigkeit, eine Entscheidung zu treffen.
Durch den Einsatz der KT-DA konnte die Reaktionszeit für eine wichtige Entscheidung über eine Investition in Höhe von 60 Mio. AUD erheblich verbessert werden. Nur wenige Monate nach der ersten Situationsanalyse wurde der Grundstückskauf genehmigt. Eine Peer-Review der Entscheidung und die erforderliche Unternehmensgenehmigung wurden ebenfalls beschleunigt, da die Entscheidung gut dokumentiert und leicht überprüfbar war. Viele Fragen, die normalerweise im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung gestellt werden, wurden durch den Prozess transparent gemacht.
Das Management war in der Lage, eigene Nachforschungen ohne einen Berater durchzuführen, was 34.000 AUD hätte kosten können. Während die Einsparungen bei dieser Beratergebühr unwesentlich sind, liegt der Nutzen in der Vermeidung potenzieller Probleme durch einen klaren Entscheidungsrahmen, der die Stakeholder ständig an die Ziele erinnerte. Darüber hinaus diente die Dokumentation der DA als Leitfaden für die Entschädigungsverhandlungen mit der lokalen Regierung.