Ihr Unternehmen ist Teil einer Wertschöpfungskette – es transformiert Rohstoffe in Produkte und Dienstleistungen, die Kunden benötigen. Sie sind in dieser Wertschöpfungskette nicht allein – es gibt andere Ökosysteme um Sie herum. Lieferanten, Partner, Kunden, Wettbewerber und Regulierungsbehörden spielen alle eine Rolle für den Erfolg Ihres Unternehmens. Warum also gehen die meisten Unternehmen die Problemlösung als eine isolierte Aktivität an, die auf ihren unmittelbaren Einflussbereich beschränkt ist, anstatt Partner aus dem Ökosystem einzubeziehen? In vielen Fällen lautet die Antwort: Sie wissen nicht, wo sie anfangen sollen.
Hier sind sieben Tipps, mit denen Ihr Unternehmen einen Ökosystem-Ansatz zur erfolgreichen Problemlösung nutzen kann:
1. Konzentrieren Sie sich auf das gemeinsame Ziel – die Wertschöpfung für den Kunden. Unabhängig von ihrer Rolle ist jede Partei in der Wertschöpfungskette dazu da, die Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen. Indem Sie sich auf dieses gemeinsame Ziel konzentrieren, schaffen Sie eine Grundlage für die Lösung unmittelbarer Probleme und identifizieren Möglichkeiten für eine bessere zukünftige Zusammenarbeit.
2. Verstehen Sie die Zielsetzung jeder Partei, wie Erfolg aussieht und was sie motiviert. Unternehmen bestehen aus Menschen, die (von Natur aus) „eigennützige Wesen“ sind. Jede Person (oder Organisation) wird die Entscheidungen treffen, von denen sie glaubt, dass sie ihren unmittelbaren und/oder langfristigen Bedürfnissen und Zielen am besten entsprechen. Wenn Sie verstehen, was jede Partei von der Situation erwartet, können Sie ein Ergebnis ermöglichen, das (idealerweise) eine Win-Win-Situation oder zumindest einen fairen Kompromiss darstellt.
3. Erleichtern Sie den Informationsfluss und die Kommunikation. Dies ist der Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Engagements über einen längeren Zeitraum und der Punkt, an dem ein Ökosystem-Ansatz zur Problemlösung oft ineffizient wird und scheitert. Informationen werden im gesamten Ökosystem erstellt, analysiert und konsumiert, aber Barrieren (kultureller, prozessualer, organisatorischer und logistischer Art) verhindern, dass Informationen offen geteilt werden. Den Informationsfluss zu erleichtern und unnötige Grenzen abzubauen, ist entscheidend, damit die Parteien effektiv als Team zusammenarbeiten können.
4. Zoomen Sie heraus und betrachten Sie das Gesamtbild jenseits des unmittelbaren Problems. Der Grund, warum Problemlösung im Ökosystem so effektiv ist, liegt darin, dass sie es Ihnen ermöglicht, über den Tellerrand Ihres Unternehmens hinauszublicken, um Ursachen und Auswirkungen im weiteren Umfeld zu finden, die entweder zum Problem beitragen oder eine Rolle bei dessen Lösung spielen könnten.
5. Nutzen Sie externe Sichtweisen, um eine vollständigere Perspektive zu entwickeln. Partner bieten die Möglichkeit für eine erweiterte Sichtweise, aber es liegt an Ihnen, die verschiedenen Puzzleteile zusammenzusetzen, um die Chancen im großen Ganzen zu erkennen.
6. Verleihen Sie dem Problemlösungsprozess Führung und Struktur. Hocheffektive Teams sind koordiniert, und jeder Akteur kennt sowohl die Rolle, die er spielen muss, als auch die Person, an der er sich orientieren kann. Das müssen nicht zwingend Sie sein, aber stellen Sie sicher, dass jemand die Fäden in der Hand hält.
7. Würdigen Sie Beiträge und Engagement, um Ökosystem-Partner zu ermutigen, Sie auch beim nächsten Mal zu unterstützen, wenn ein Problem auftritt. Denken Sie daran, dass die Beziehungen im Ökosystem über das aktuelle Problem hinausgehen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihren Partnern zu danken, um die Beziehungen in Vorbereitung auf das nächste gemeinsame Problem oder die nächste Chance zu stärken.
Unternehmen, die lernen, Partner aus dem Ökosystem erfolgreich in ihre Problemlösungsprozesse einzubinden, erhalten Zugang zu einem enormen Wissensschatz und vielfältigen Perspektiven. Dies kann sie zu effektiveren Lösungen führen und verborgene Chancen für zukünftiges Wachstum aufdecken, die sie andernfalls vielleicht nie entdeckt hätten.