Willkommen im 21. Jahrhundert – in dem sich die Sichtweisen auf Technologie, Arbeitsethos und kulturelle Vielfalt von Generation zu Generation deutlich unterscheiden. Die komplexe Dynamik sozialer Interaktion, Leistungsstandards und lange etablierte Verhaltensmuster geraten unter direkten Druck – wenn sie nicht sogar von der generationenübergreifenden Strömung fortgespült werden. Jede Generation setzt ihre eigenen Akzente nach ihren eigenen Maßstäben, und Diskrepanzen zwischen Absicht, Handeln und Verständnis können negative Folgen haben. Jede dieser Generationen geht – wie in der folgenden Tabelle dargestellt – auf deutlich unterschiedliche Weise an Arbeit und Arbeitsplatz heran:
| Traditionalisten | Babyboomer | Gen X | Millennials | |
| Alter | 1901-1945 | 1946-1964 | 1961-1981 | 1980-2000 |
| Sozialisation | Mitarbeitende sind vom Vorgesetzten getrennt | Respektieren nicht allein die Position | Misstrauen Unternehmen, können skeptisch sein | Begrüßen Vielfalt, Multikulturalismus |
| Erwartungen | Loyalität für harte Arbeit | Arbeitszentriert. Wünschen sich einen flexiblen Weg in den Ruhestand | Weniger an Aufstieg interessiert als an Work-Life-Balance | Suchen sinnstiftende Arbeit und Innovation |
| Technologie-Know-how | Angepasst; persönliche und schriftliche Kommunikation bevorzugt | Erworben; schriftlich & E-Mail | Integriert; E-Mail | Integraler Bestandteil; E-Mail, IM und Textnachrichten |
| Beiträge | Erfahrung, Organisation, Disziplin | Zielorientiert, unabhängig | Sachlich und sagen Ihnen, was sie denken | Gut ausgebildet, kontaktfreudig, optimistisch |
| Motivatoren | Anerkennung und Respekt für ihre Erfahrung | Wertschätzung, gebraucht zu werden | Flexibilität bei der Terminplanung | Flexible Arbeitszeiten, Zusammenarbeit mit klugen Menschen |
| Kommunikationsstil | Ruhig, respektvoll gegenüber Autorität | Respektvoll, offen, direkter Stil | Direkt und unmittelbar | Wünscht viel Lob und Feedback |
| Führungsstil | Hierarchie, Command-and-Control | Konsensorientiert, kollegial | Kompetenz, alle sind gleich, Fairness | Leistungsträger, künftige Führungskräfte noch offen |
| Wichtigste Entwicklungsfelder | Fachtraining Computertraining Teambuilding | Fachtraining Führung Computertraining | Führung Fachtraining Teambuilding | Führung Problemlösung, Entscheidungsfindung Fachtraining |
| Arbeit ist … | Eine Verpflichtung | Ein Abenteuer | Eine Herausforderung, ein Vertrag | Ein Mittel zum Zweck |
Vor diesem Hintergrund hängt die Fähigkeit einer Organisation, ihre strategischen Ziele zu erreichen und ihren Kunden Mehrwert zu liefern, von einem Zusammenspiel von Interaktionen am Arbeitsplatz ab. Eine gemeinsame Sprache wie Englisch, Spanisch oder Mandarin zu sprechen, reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Es muss eine andere Art gemeinsamer Sprache eingeführt werden, die generationen- und gesellschaftsübergreifende Gräben überbrückt – eine Sprache, die gleiche Voraussetzungen schafft und ein Gefühl generationenübergreifender Fairness vermittelt. Diese Sprache muss darauf ausgerichtet sein, die Ziele der Organisation zu erreichen, indem sie die Leistung von Einzelpersonen und Teams unterstützt.
Ein gemeinsamer Zweck
Oft werden die Begriffe und der Jargon, die für eine Generation „typisch“ sind, von anderen nicht geteilt. Aus der Notwendigkeit heraus müssen Organisationen gemeinsame Ansätze für Change Management und Problemlösung identifizieren, unterstützen sowie deren Umsetzung und Integration fördern, um in der gesamten Organisation eine gemeinsame Zielausrichtung zu schaffen.
So gibt es beispielsweise im Change Management in der Projektmanagement-Praxis einen gemeinsamen Satz an anerkannten Standards. Dennoch fehlen vielen Organisationen Standards für das Setzen von Prioritäten, die Nutzung von Informationen und das Ergreifen sinnvoller Maßnahmen. Leistungsstärkere Organisationen erkennen, dass ein gemeinsam geteilter Ansatz zur Problemlösung erforderlich ist, um Generationengrenzen zu überwinden. Schließlich wird die Lösung von Problemen nicht dadurch bestimmt, wer Menschen sind, sondern durch die Daten, mit denen sie konfrontiert sind.
Eine generationenübergreifende Sprache
Die Integration eines gemeinsamen, generationenübergreifenden Ansatzes zur Problemlösung kann Kontinuität in der Leistung auf dem Weg zu gemeinsamen Zielen sicherstellen.
Als Antwort auf diese generationenübergreifenden Herausforderungen bietet KT bewährte, rationale und datenbasierte Denkprozesse, die die Grundlage für wirksame Führung bilden. Sie erhöhen die Fähigkeit von Menschen erheblich, unter Druck bei der Lösung komplexer organisatorischer Probleme klar zu denken. Sie umfassen vier unterschiedliche Prozesse:
- Situationsbeurteilung: Zur Identifizierung und Steuerung von Anliegen, damit die wichtigen Themen klar verstanden, priorisiert und angemessen bearbeitet werden.
- Problemanalyse: Zur Lösung kritischer Probleme mit strukturierter Logik, die Daten, Expertise und Wissen wirksam nutzt, um die Grundursache zu identifizieren und zu beseitigen.
- Entscheidungsanalyse: Um zentrale Entscheidungen anhand gewichteter Ziele so zu treffen, dass trotz konkurrierender Erwartungen Commitment für das Ergebnis entsteht.
- Potenzielle Probleme- I Chancenanalyse: Zum Schutz von Plänen durch Minimierung von Risiken, Planung von Alternativmaßnahmen und Identifizierung potenzieller Chancen.
Eine gemeinsame Sprache zur Problemlösung überbrückt die Lücken zwischen den Generationen und schafft die Infrastruktur, um den Übergang von einer Generation zur nächsten zu unterstützen. Wenn die Babyboomer in den Ruhestand gehen, wird in den nächsten 15 bis 20 Jahren der größte jemals beobachtete Wandel in der Demografie am Arbeitsplatz stattfinden. Branchen wie Energie und Luft- und Raumfahrt schätzen, dass in den nächsten 20 Jahren bis zu 50 % oder mehr ihrer jeweiligen Belegschaften in den Ruhestand gehen werden. Infolgedessen werden potenzielle Personallücken und ein weitreichender Verlust von institutionellem Wissen zu kritischen Themen, die angegangen werden müssen.
Durch ein abgestimmtes Zusammenwirken – statt gegeneinander – mithilfe einer gemeinsamen, konsequent angewandten und wiederholbaren „Sprache“ ist die gesamte Belegschaft darauf vorbereitet, angesichts neuer Herausforderungen Leistung zu erbringen und die Ziele der Organisation zu erreichen.